Kino-News
Der Hobbit: Eine unerwartete Reise - Innovative Aufnahmetechnik erntet Kritik
25.04.2012 - 21:13




Kurios aber wahr, denn als Peter Jackson im Rahmen der CinemaCon einen 10 Minuten langen Clip aus "Der Hobbit - Eine unerwartete Reise" vorstellte, hagelte es hinterher überraschende Kritik. Wobei weniger der Film und dessen Regisseur dafür verantwortlich ist, sondern die neue Aufnahmetechnik.

Aber erstmal sollte das etwas erklärt werden. Für gewöhnlich werden heutige Kinofilme mit 24 Bildern in der Sekunde gedreht, "Der Hobbit - Eine unerwartete Reise" wurde aber durch ein neues Verfahren mit ganzen 48 Bildern in der Sekunde abgefilmt. Auf das Auge wirkt das etwa so, als würde man jemanden Live hinter einem Fenster beobachten. Ohne Zweifel ist dies eine bahnbrechende Technik für die Kinobesucher, allerdings herrscht auch ein großer Gewöhnungseffekt und die Zuschauer sehen alles viel plastischer was anfangs unnatürlich erscheinen kann.

Zusätzliche Misere während der Präsentation war außerdem, dass Kontrast und Lichtverhältnisse noch sehr künstlich wirkten, der Clip vermittelte eher das Gefühl einer Serie und nicht das eines echten Blockbusters. In diesem Punkt gibt Warner Bros. aber Entwarnung, denn das gezeigte Material sei noch völlig unbearbeitet und besitzt somit keinerlei Postproduction. Auf Peter Jackson und sein Team wartet also noch ein Stück Arbeit, um den Streifen auch wirklich gut aussehen zu lassen.












Johannes Keuschnig


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