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Electronic Arts - Vice-President Patrick Söderlund:spricht über "EA Originals"
06.04.2018 - 11:18








EA-Vice-President Patrick Söderlund stand jetzt gegenüber Guardian Rede und Antwortet. Er sprach recht detailliert über einige Eigenheiten über die Branche und erläuterte die Schwierigkeiten der Spieleentwicklung. Dabei ging er besonders darauf ein, dass EA als Publisher-Riese Verantwortung gegenüber Indie-Entwickler zeigen muss und diesen Entwickler-Bereich im besten Fall unterstützt.

Diese hätten es nämlich nicht einfach, weil der Katalog an Spielen auf Steam, GOG und dem Playstation Store mit jedem Tag weiter anwächst und es immer schwerer wird, bei dieser Masse herauszustechen.

Söderlund arbeitete vor 20 Jahren am ersten Battlefield als Teil eines drei Mann-Teams und kam später zu Electronic Arts. Daher kenne er die Leidenschaft und Überzeugungen der kleinen Teams:

"Wir hatten eine Idee für ein Spiel, von dem wir glaubten, dass es gemacht werden sollte. Wir entwickelten es, weil wir es selbst spielen wollten und es nichts Vergleichbares da draußen gab. Das wurde die Grundlage unseres Geschäfts. Ich brauchte Jahre, um mit Budgets, Anerkennung und der Öffentlichkeit fertig zu werden. Ich habe das alles durchgemacht.

Und ich kann auch sagen, dass ich es vor 20 Jahren wirklich einfacher fand als heute. Heutige Entwickler sind in einer ganz anderen, schwierigeren Situation. Ich dachte, dass wir als Unternehmen helfen könnten. Ich denke, wir sollten es uns leisten können, die Entwicklerlandschaft zu unterstützen."


Mit dieser Hilfe meint Söderlund EA Originals, das junge Indie-Programm des Publishers. Bisher erschienen Unravel, Fe und aktuell A Way Out, die von EA finanziell unterstützt wurden. Nach Aussagen des Konzerns hilft der Publisher nur bei der Entwicklung und dem Marketing aus. Sobald das Spiel dann schließlich erscheint, holt sich EA ausschließlich nur so viel Geld aus den Verkäufen, bis ihre Kosten gedeckt sind. Alle sonstigen Profite können sich die Indie-Entwickler in ihre eigenen Taschen stecken.

Laut Söderlund, sollen so die Studios eine finanzielle Sicherheit aufbauen und mit EA möglicherweise eine längere Partnerschaft eingehen:

"Auf diese Weise können wir mit Entwicklern in Kontakt treten, mit denen wir normalerweise nicht sprechen. Es ist auch eine Möglichkeit für uns, unser Gesamtportfolio mit Spielen zu erweitern, die sich von denen unterscheiden, die wir selbst entwickeln können.

Das erfolgreichste Szenario ist, wenn sich das Spiel wie verrückt verkauft, die Leute es lieben und wir eine Beziehung mit diesem Entwickler aufbauen können, indem sie langfristig mit uns zusammenarbeiten. Aber diese Spiele müssen keine riesigen Mengen verkaufen. Wenn wir einem Studio helfen können, finanzielle Stabilität zu erreichen, ist das ein großartiges Ergebnis. "




Johannes Keuschnig


gedruckt am 19.11.2018 - 20:12
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