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Xbox: Microsoft und das Problem mit den Kleinen
23.07.2013 - 20:51 von LeoREX


Gamestar







In einem Interview erklärt Lorne Lanning, wie der Hase läuft, am liebsten nämlich gar nicht. Die Xbox 360 wurde von Microsoft als Paradies der Indie-Studios beworben und ein paar große Kleine konnten davon auch profitieren, wie z.b. Limbo und Minecraft, aber die wirklich kleinen Studios wurden von Microsoft stets missachtet und gehen deshalb lieber zum Konkurrenten Sony.

Wie Lanning ausführt schenken die Leute von der PR den kleinen Indie-Studios höchstens ein müdes Lächeln, nachdem man alles versucht hat sein Spiel auf Xbox Live zu veröffentlichen. Er selber hat diese traurige Erfahrung mit seinem eigenen, sogar recht bekanntem Spiel Oddworld: Stranger’s Wrath HD gemacht

"Man war in einem Zeitraum von 15 Monaten nicht in der Lage, uns eine klare Antwort zu geben. Wir hatten es nicht nötig, fünf Entwickler, zwei Anwälte und einige PR-Leute zu schicken, die ihnen den roten Teppich ausrollen, um Aufmerksamkeit zu bekommen. Wir haben nur gesagt: 'Seht her, wir sind auf sieben anderen Netzwerken vertreten. Wir müssen da nicht lange drüber nachdenken. Wir bitten euch nicht um Geld. Und wir bitten euch auch nicht darum, Werbung für uns zu machen. Aber wir sind kleine Leute und wir müssen das Spiel veröffentlichen. Wir bekamen da einfach keine klare Antwort. (...)

Dann haben wir es im PSN veröffentlicht und am nächsten Tag eine Mail bekommen, in der es hieß: 'Oh, ihr habt es im PSN zu einem geringeren Preis veröffentlicht. Das entspricht nicht unseren Margen. Sorry, aber ihr könnt es nicht auf unserem System veröffentlichen.' Zack, und das war es dann. Wir befinden uns einfach nicht auf ihrem Radar. (...)

Wir sind kleine Leute. Und es macht den Eindruck, als hätten sie von den kleinen Leuten niemanden auf dem Radar. Wenn wir ihnen zuhören, dann müssen wir einfach lachen. Das alles ist doch nur noch reine Rhetorik."




Quelle: ´gamestar.de
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